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Archiv für die Kategorie ‘täglicher Irrsinn’

Der kommende Krieg gegen universelle Computer

15. Januar 2012 Keine Kommentare

Mir ist es normalerweise zu anstrengend und zeitraubend, auch noch so interessante längere Reden in Englisch zu verfolgen, darum geht natürlich einiges interessante an mir vorbei. Netterweise hat Christian Wöhrl diese Rede von Cory Doctorow übersetzt, so bin ich darauf gestoßen.

Jeder, der heute einen normalen Desktop-Computer, Laptop oder Server oder ein (nicht Apple-, zukünftig nicht Windows-) Smartphone benutzt, hat damit einen universellen Computer. Auf einen universellen Computer kann man praktisch beliebige Software laden (oder sie dafür schreiben). Natürlich kann man damit auch Dinge machen, die anderen nicht so gefallen. Cory Doctorow beschreibt in seiner sehr interessanten Rede auf dem 28c3, was Politik und Industrie gegen universelle Computer haben und was da auf uns zukommen wird.

28c3: The coming war on general computation

Ich will natürlich meine universellen Computer behalten und kein Gerät haben, in dem von anderen bestimmt wird, was ich damit tun darf, oder welche Inhalte davon ich sehen möchte. Ich denke, anderen geht es ähnlich oder genau so. Wieder anderen ist es zwar grundsätzlich egal, sie lieben ihren Apple oder ihr Iphone und sie fühlen sich dadurch beschützt, aber auch sie werden nicht zustimmen wollen, dass ihre Redefreiheit eingeschränkt oder kontroliert wird. Also werden wir uns dann mal alle weltweit wehren müssen. Für eine lange Zeit.

Inzwischen wissen wir aber wenigstens, dass wir Benutzer eine sehr große Macht darstellen, wenn wir uns im Internet zusammen tun. Das gelingt uns jedoch vor allen Dingen, weil wir ziemlich schlecht zu kontrollieren sind und weil wir universelle Computer benutzen, die uns immer wieder einen Weg finden lassen, Sperren zu umgehen.

Ohne universelle Computer können wir uns nicht mehr ohne Erlaubnis “von oben” vernetzen und unsere Meinungen austauschen.

Wartet man nur, dann kommt doch alles raus

23. Juni 2011 Keine Kommentare

Es gab in Deutschland ein Zugangserschwerungsgesetz für das Internet, besser bekannt als “Stopschild für das Internet” das im letzten Bundestagswahlkampf eine deutliche Rolle gespielt hat und mit dem sich die damalige Familienministerin von der Leyen besonders zu profilieren suchte. Damit hat sie sich den Spitznamen Zensursula eingehandelt und insgesamt war das Vorhaben nicht mehr als ein ziemlicher Schlag ins Wasser. Das Gesetz sorgte für viel Aufregung, wurde beschlossen, existierte eine Weile auf Papier, wurde nie umgesetzt und schließlich aufgehoben.

Wie politisches “Ichwillaber” gepaart mit Unwissenheit agiert, lässt sich nun nach einiger Zeit im Blog von Hadmut Danisch nachlesen, der – wohl seiner Schweigeverpflichtung entbunden – in Nachhinein seine Sicht der Vorgänge darlegt. Dass er dabei mit seiner Meinung nicht zurückhält, sein ihm vergönnt.

Danke, Hadmut, so ähnlich hatte ich mir das auch vorgestellt.

Vorats, ähh Mindestdatenspeicherung

6. April 2011 Keine Kommentare

Nun geht es also in Deutschland wieder darum, wer sich mal ansehen möchte, was die Vorratsdatenspeicherung für jeden von uns bedeutet, dem zeigen die Daten von Malte Spitz, was man daraus machen kann:

http://www.zeit.de/datenschutz/malte-spitz-vorratsdaten

Auch Hacker kochen nur mit Javawasser

1. April 2011 Keine Kommentare

Heute ist Fefes Hosenträger gerissen (kein Wunder), die Hose rutschte nach unten und zum Vorschein kam? TUSCH! Ein out-of memory-error des Apache Toncat. Hier der Beweis: Aufgenommen am 1.4.2011 1:04 Uhr:

Ok. den versteht nicht jeder.

Ok. den versteht nicht jeder.

 

 

P.S.: Ich weiß natürlich, dass das ein Aprilscherz war. Ich weiß aber auch, dass er einfach zu kompliziert zu erklären ist.

Update:

So sieht es bei Fefe wirklich aus, wenn der Server nicht funktioniert:

Verbraucherschutz

6. Dezember 2010 Keine Kommentare

So was steht nun in allen AGB deutscher Händler, dies dient dem Schutz der Verbraucher. Der Satz ist Teil einer Widerrufsbelehrung:

Die Frist beginnt nach Erhalt dieser Belehrung in Textform, jedoch nicht vor Eingang der Ware beim Empfänger und auch nicht vor Erfüllung unserer Informationspflichten gemäß Artikel 246 § 2 in Verbindung mit § 1 Abs. 1 und 2 EGBGB sowie unserer Pflichten gemäß § 312e Abs. 1 Satz 1 BGB in Verbindung mit Artikel 246 § 3 EGBGB.

Alles klar?

Das Fernsehen foltert

1. September 2010 Keine Kommentare

Sehr schöne Gegenüberstellung von Katrin Schuster: die Definition von Folter und die Beschreibung einer aktuellen Fernsehsendung, die ich hier nicht verlinke. Was sind das nur für arme, verantwortungslose Narzisten in den Redaktionen und Produktionsfirmen, die so einen Dreck anzetteln? Zurecht fragt sich Karin Schuster:

“Ob die Macher dieses Formats sich lautstark erheitern über die ‘Kandidaten’, wenn sie das Material zusammen schneiden, möchte ich mich lieber nicht fragen. Denn leider kann ich mir gut vorstellen, dass sie das tun.”

Und wie viele Eltern erklären ihren Kindern nicht, dass das, was ihnen da in der Glotze vorgesetzt wird, Produkte kranker Geister sind?

Wieder stellt sich die Frage: wie nahe sind wir der Realisierung von “Millionenspiel”? Und: wollen wir wirklich so etwas haben?

Sie sind ja schlimmer als die Stasi!

28. August 2010 Keine Kommentare

Bitter, für was sich unsere Behörden hergeben. Kapitalismus essen Rechtsordnung auf.

Update: Dieter Bohlen bei Kerner zum Thema Filesharing

Damit man sich vorstellen kann …

15. Juni 2010 Keine Kommentare

ifitwasmyhome.com zeigt, wie groß der Ölteppich im Golf von Mexiko derzeit ist. Krass. Im Moment reicht er von Mannheim bis Prag und von Bitterfeld bis Regensburg.

Update: CNN iReport bringt (nicht von CNN überprüft): Die ersten Menschen waren da untenRussische Wissenschaftler übrigens – und haben einen weitläufig gebrochenen Meeresboden vorgefunden, aus dem das Öl ins Meer dringt. Sie fanden neben dem eigentlichen Bohrloch weitere 18 Stellen, die größte davon 11 km vom der Ort entfernt, an dem die Deepwater Horizon sank.

Die Konsequenzen sind brachial. Der Schaden am Meeresboden wird beschrieben als “fractured beyond repair” – so stark gebrochen, dass es keine konventionelle Reparaturmöglichkeit gäbe. Die Welt solle sich vorbereiten auf ein ökologisches Desaster jenseits aller bisherigen Vorstellungen.

Als Alternativen blieben das Ölfeld bis zu 30 Jahre lang ausbluten lassen (und damit vielleicht den Atlantik zu ruinieren) oder – und jetzt kommts: mit einer Atombombe das Loch zu verschließen. Die Russen hätten das schon mehrfach  gemacht. Die Chancen für einen Erfolg stünden nach russischen Erfahrungen 4:5.

Brutal.

Oh ja bitte. Verschlüsselt es! BITTE BITTE BITTE!

20. Mai 2010 Keine Kommentare

Bundeskartellamt durchsucht ProSieben Sat.1 und RTL … schreibt Heise … hehe, weil die sich abgesprochen haben sollen, dass sie ihre Inhalte nur noch mit “Grundverschlüsselung” und gegen Bezahlung anbieten wollten. Nunja, mir ist das eigentlich ziemlich egal, das Ekel – und Krawallfernsehen ist sowieso nicht mein Ding, göttlich aber finde ich einen Großteil der Kommentare.  Z.B:

Oh ja bitte. Verschlüsselt es! BITTE BITTE BITTE!

Der Sinn von werbefinanziertem Fernsehen

Babsi Salesch gegen …

Ja, bitte verschlüsselt Privatfernsehen!

Hach, ein Vergnügen, das zu lesen.

Schneekatastrophe …

10. Januar 2010 Keine Kommentare

Das macht wach :-)

… nannte man früher “Winter”.

Lang, lang ist’s her.