Wir in Pissau haben unsere eigene Sonnwende

21. Juli 2011 Keine Kommentare

Nämlich jetzt. Am Samstag. Leider und ausnahmsweise bin ich nicht da. Viel Spaß bei der gemeinsamen Bierumwandlung!

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GPS Workflow unter Linux

21. Juli 2011 Keine Kommentare

Tracks und Wegpunkte bearbeiten mit QLandkarte GTIch nutze schon lange Garmin GPS, aktuell das Gpsmap 60csx, es ist robust, wasserdicht, lässt sich beim Wandern, Radeln, im Auto und auf dem Motorrad gut verwenden. Damit sammle ich Waypoints von interessanten Orten, route mich unterwegs durch die Gegend, stöbere in der Landschaft rum, messe meine maximale Geschwindigkeit bei Skifahrten usw usf.

Interessant an dieser Geräteklasse ist, dass man damit mittlerweile hervorragend mit Open Source und Linux arbeiten kann. Hier beschreibe ich mal kurz in Stichpunkten meine Arbeitsweise mit dem Gerät und dem Computer unter Ubuntu Linux.

GPS wird an USB nicht erkannt?

Damit das Gpsmap 60csx von (in meinem Fall Ubuntu) Linux richtig erkannt wird, benötigen wir eine Datei /etc/udev/rules.d/51-garmin.rules, in der exakt eine Zeile steht:
SYSFS{idVendor}=="091e", SYSFS{idProduct}=="0003", MODE="0666"

Karten

Für das Gpsmap 60csx müssen keine Karten gekauft werden, für Deutschland und Europa verwende ich die Openstreetmap Karten von Computerteddy, sie werden nach dem Download per USB in das GPS überspielt, in das Verzeichnis /garmin und mit dem Dateinamen gmapsupp.img. Genaueres bitte bei Computerteddy nachlesen. Das Laden dauert vergleichsweise lange, das GPS hat USB 1.0, darum etwas Geduld mitbringen. Die Europakarte mit 2,3 GB braucht etwa 3,5 -4 Stunden, bis sie übertragen ist. So etwas lasse ich den Rechner daher über Nacht erledigen.

Diese Karten sind teilweise routingfähig und auch wenn mich damit das GPS schon mal mit meinem Motorrad über einen Kinderspielplatz geroutet hat, funktioniert das im Allgemeinen einigermaßen, darauf verlassen würde ich mich aber nicht. Wer ein typisches Navi benötigt zum nicht-mehr-selber-Denken-müssen, braucht eh andere Gerätschaft. Die selben Karten verwende ich in QLandkarte GT, um da meine Tracks zu bearbeiten.

Route erstellen mit Google Maps und daraus einen Track fürs GPS basteln

Tracks benutze ich eigentlich nur, um eine Reise am Computer zu planen und anschließend im GPS abzuladen. Der für mich und dafür geeignetste Workflow ist folgender:

Die Reise selbst plane ich zuerst mal in Google Maps. Google Maps macht hervorragende Routenvorschläge und die Oberfläche macht es sehr einfach, die Route mit der Maus zu verschieben und anzupassen.

Und dann kommt da GMapToGPX zum Einsatz:

GMapToGPX ist ein Javascript im Web, dessen URL im Browser als Lesezeichen abgespeichert werden kann und einfach aufgerufen werden kann, wenn man gerade auf der Google Map seine Route geplant hat. Es konvertiert die Route in einen XML-Textbrei, der kopiert und mit einem Texteditor als .gpx-Datei abgelegt werden kann.

Diese GPX-Datei, nennen wir sie neunburg-schwandorf.gpx, öffne ich nun mit QLandkarte GT, und zwar mit Datei->Geodaten laden. Es hat eine Weile gedauert, bis ich verstanden hatte, wie man den nun in QLandkarte GT daraus entstandenen Track passend für das GPS editiert. Im GPS darf ein Track maximal 500 Punkte haben. Ist der Track größer, kann man zuerst mal die Anzahl der Trackpunkte verringern. In der Trackansicht Rechtsklick auf den Track und Filter auswählen. Dann Distanz zum vorigen Punkt weniger als auswählen und eine passende Entfernung auswählen und Ok klicken. Dadurch werden alle Trackpunkte gefiltert, die zu nahe beieinander liegen. Nun kann mit Rechtsklick auf den Track im Trackfenster Bearbeiten aufgerufen werden und im Bearbeitungsfenster entferne versteckte Trackpunkte angewendet werden. Das Spiel wiederholt man so lange mit wachsenden Filter-Entfernungen, bis der Track weniger als 500 Punkte umfasst.

Nun möchte man gerne noch per Hand ein paar Trackpunkte an entscheidenden Stellen zurechtrücken, aber ein Track lässt sich in QLandkarte GT nicht einfach so editieren. Die Lösung ist, aus dem Track ein Overlay zu generieren, dessen Punkte nun passend mit der Maus zu bearbeiten (verschieben, löschen, hinzufügen) und schließlich aus dem Overlay wiederum einen nun korrigierten Track zu erstellen.

Der fertige und im Trackfenster markierte Track kann dann mit F9 auf das per USB angeschlossene GPS hochgeladen werden.

Es mag so aussehen, als seien die beschriebenen Vorgänge reichlich kompliziert, aber in der Realität plant und erstellt man mit etwas Übung auf diese Weise eine Tagesreise als Track etwa in einer Viertelstunde. Es ist also ziemlich einfach, hat man erst einmal die Grundzüge begriffen. Auf längeren Motorradreisen habe ich einen kleinen Thinkpad im Koffer dabei, mit dem ich überall online gehen und auch mal schnell die Planung ändern kann. Trotz der ganzen Technikspielerei verzichte ich aber nicht auf papierenes Kartenmaterial, weil wenn hoch in der französischen Alpen mal der GPS den Geist aufgibt, steht man sonst reichlich blöd da.

Weitere nützliche Tools

Viking
GpsPrune
GPSbabel

Wartet man nur, dann kommt doch alles raus

23. Juni 2011 Keine Kommentare

Es gab in Deutschland ein Zugangserschwerungsgesetz für das Internet, besser bekannt als „Stopschild für das Internet“ das im letzten Bundestagswahlkampf eine deutliche Rolle gespielt hat und mit dem sich die damalige Familienministerin von der Leyen besonders zu profilieren suchte. Damit hat sie sich den Spitznamen Zensursula eingehandelt und insgesamt war das Vorhaben nicht mehr als ein ziemlicher Schlag ins Wasser. Das Gesetz sorgte für viel Aufregung, wurde beschlossen, existierte eine Weile auf Papier, wurde nie umgesetzt und schließlich aufgehoben.

Wie politisches „Ichwillaber“ gepaart mit Unwissenheit agiert, lässt sich nun nach einiger Zeit im Blog von Hadmut Danisch nachlesen, der – wohl seiner Schweigeverpflichtung entbunden – in Nachhinein seine Sicht der Vorgänge darlegt. Dass er dabei mit seiner Meinung nicht zurückhält, sein ihm vergönnt.

Danke, Hadmut, so ähnlich hatte ich mir das auch vorgestellt.

Ein Hoch auf das Licht in Pissau

20. Juni 2011 Keine Kommentare

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Vorats, ähh Mindestdatenspeicherung

6. April 2011 Keine Kommentare

Nun geht es also in Deutschland wieder darum, wer sich mal ansehen möchte, was die Vorratsdatenspeicherung für jeden von uns bedeutet, dem zeigen die Daten von Malte Spitz, was man daraus machen kann:

http://www.zeit.de/datenschutz/malte-spitz-vorratsdaten

Ich habe

3. April 2011 2 Kommentare

in den achziger Jahren an der Verhinderung der WAA in Wackersdorf teilgenommen und viele gute Freunde von daher und schöne, aber auch schreckliche Erinnerungen daran. Die Vernageltheit auf beiden Seiten, der Gegner wie der Befürworter ist mir aber auch in Erinnerung geblieben.

Damals hatte ich die Veranstaltung eines Photovoltaikexperten besucht, der an einem sonnigen Samstagvormittag in einer oberpfälzer Gaststätte ein Szenario zur Durchsetzung der Solarenergie durchrechnete, in dem er empfahl, mit gemeinsamen Kräften, Solarkraftwerke in die Wüsten zu bauen. Seiner Berechnung nach sei damit und mit der Elektrolyse von Meerwasser zu Wasserstoff (und natürlich Sauerstoff) in 10 Jahren der Weltenergiebedarf zu decken.

Das ist jetzt 30(!) Jahre her. Dann kam Tschernobyl, jetzt kam Fukushima, jetzt erst kann dann mal Desertec kommen. Warum nicht früher?

Wir dürfen solche Fehler nicht noch einmal machen. Wir müssen jetzt vernünftig und pragmatisch sein. Wir können zwar die Meiler vom Netz nehmen, aber abschalten geht nicht. Das hat man nun gesehen. Ist der Strom weg, gehen die Dinger hoch. Wir brauchen zukunftsgewandte grüne Energien, wir müssen unseren großen Heizstrahler am Himmel besser nutzen und das so schnell es geht.

Wir brauchen aber auch weiter die Kerntechniker, weil wir noch hundert Jahre mit dem Abbau der gefährlichen Meiler zu tun haben werden.

 

Auch Hacker kochen nur mit Javawasser

1. April 2011 Keine Kommentare

Heute ist Fefes Hosenträger gerissen (kein Wunder), die Hose rutschte nach unten und zum Vorschein kam? TUSCH! Ein out-of memory-error des Apache Toncat. Hier der Beweis: Aufgenommen am 1.4.2011 1:04 Uhr:

Ok. den versteht nicht jeder.

Ok. den versteht nicht jeder.

 

 

P.S.: Ich weiß natürlich, dass das ein Aprilscherz war. Ich weiß aber auch, dass er einfach zu kompliziert zu erklären ist.

Update:

So sieht es bei Fefe wirklich aus, wenn der Server nicht funktioniert:

Links zu Fukushima

25. März 2011 Keine Kommentare

Die Strahlenbelastung in Deutschland lässt sich hier verfolgen: http://odlinfo.bfs.de/

Hochauflösende Fotos der beschädigten Reaktoren bei Cryptome.

Ein Film aus der Sperrzone, die jetzt nicht mehr betreten darf. Und noch ein Video.

Messwerte der radioaktiven Verstrahlung in Japan, privat gesammelt.

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Verbraucherschutz

6. Dezember 2010 Keine Kommentare

So was steht nun in allen AGB deutscher Händler, dies dient dem Schutz der Verbraucher. Der Satz ist Teil einer Widerrufsbelehrung:

Die Frist beginnt nach Erhalt dieser Belehrung in Textform, jedoch nicht vor Eingang der Ware beim Empfänger und auch nicht vor Erfüllung unserer Informationspflichten gemäß Artikel 246 § 2 in Verbindung mit § 1 Abs. 1 und 2 EGBGB sowie unserer Pflichten gemäß § 312e Abs. 1 Satz 1 BGB in Verbindung mit Artikel 246 § 3 EGBGB.

Alles klar?

Krass. Köhntopp offline

30. November 2010 Keine Kommentare

Ohne Worte: http://koehntopp.de/

Was ein Jammer, einer der besten und wichtigsten Blogger hat keinen Bock mehr. Ich kann es bestens verstehen:

Offline

Diese Website ist offline.

Der Grund ist der neue Jugendmedienschutzstaatsvertrag, der gerade verabschiedet wird und der Ende des Jahres in Kraft treten wird. Nach diesem Vertrag müßte ich alle meine Inhalte durchgehen und mit einem Alterslabel versehen. Dafür habe ich keine Zeit und es wäre auch nicht produktiv. Für die Inhalte, die ab 16 oder ab 18 eingestuft sind (und das ist das Default-Label) müßte ich außerdem einen wirksamen Zugangsschutz mit Alterskontrolle implementieren. Einen solches zugelassenes Verfahren gibt es derzeit nicht, und wenn es das gäbe, wäre es nicht kostenfrei zu haben – und ich habe keine Lust, für meine kostenfrei angebotenen Inhalte Geld aufzuwenden, noch habe ich Lust, mein Blog in ein Geschäft umzuwandeln.

Wenn ich das nicht mache, öffne ich mich einem beträchtlichen finanziellen Risiko durch Abmahnungen und das will ich nicht tragen.

Daher bleibt mir nur die Konsequenz, die Regeln für Internet-Startups auch auf meine eigenen Inhalte anzuwenden: „Nicht in Deutschland, nicht in deutscher Sprache und nicht für Deutsche.“

Daher sind meine bisherigen Inhalte bis auf weiteres offline, und falls ich noch einmal irgendwas mache, dann in einem Land, das Zukunft hat.

Nicht Deutschland.

Und ich kann Euch nur raten, dasselbe zu tun – siehe auchsiehe auchsiehe auch.

Update: Er ist wieder da 🙂

blog.koehntopp.de

Und aus dem Staatsvertrag ist nichts geworden.

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